Welcher Rasendünger für den optimalen Rasen, Rollrasen, Fertigrasen etc.

Liebe Gartenfreunde und Rasenprofis,

ein schöner Rasen / Rollrasen sollte im Rahmen einer guten Rasenpflege bis zu viermal im Jahr gedüngt werden, doch Rasendünger ist nicht gleich Rasendünger (weitere Details zu den verschiedenen Arbeiten bei der Rasenpflege haben wir im letzten Artikel vorgestellt). Auch Fertigrasen sollte wie normaler Rasen gedüngt werde, insbesondere in den Folgejahren nach der Rasen-Verlegung, um eine langjährig schöne Entwicklung des Gartenrasens sicherzustellen.

Der falsche Dünger für den Rasen zum falschen Zeitpunkt aufgebracht kann mehr schaden als nützen, daher ist die Wahl des richtigen Rasendüngers für den richtigen Zeitpunkt sehr wichtig. Hier gibt es einen Überlick über die im Handel verfügbaren Sorten von Rasendünger und wann der Einsatz der verschschiedenen Rasen-Düngersorten zu empfehlen ist.

Frühjahrsdünger / Rasendünger für das Frühjahr
Im Frühjahr sollte die erste Düngung mit einem stickstoffbasierten Dünger erfolgen. Damit wird die Wachstumsphase des Rasen optimal unterstützt, denn gerade in den Monaten April, Mai und Juni ermöglicht die Kombination aus Regen und Sonne eine optimale Entwicklung des Rasens. Auch evtl. ausgedünnte Rasenstellen können so wieder schnell zuwachsen. Der Frühjahrsdünger sollte daher auch im März bzw. April aufgebracht werden.

Sommerdünger / Rasendünger für den Sommer
Im Gegensatz zur ersten Rasendüngung im Jahr dient die zweite Düngung des Rasens der Pflanzenstärkung, wobei das Wachstum nicht mehr so stark angeregt werden sollte. In den sehr warmen und niederschlagarmen Zeiten des Sommers würde ein starkes Wachstum nur zur Schwächung des Gartenrasens führen. Daher sind die optimalen Rasen-Sommerdünger kaliumbetont und sollten ab Mitte Mai bis spätestens Mitte Juni aufgebracht werden.

Spätsommer-Dünger / Rasendünger für den Spätsommer
Die dritte Düngung im Jahr ist eher optional und soll im späteren Sommer den wachsenden Nährstoffmangel des Rasen ausgleichen. Ein typische Rasendünger für diesen Zeitpunkt wirkt über einen langen Zeitraum und basiert auf Sticktstoff, der primär das Wachstum des Rollrasens / Fertigrasens unterstützen soll. Dieser Dünger kann im Juli aufgebracht werden, wird aber oftmals aus ausgelassen.

Herbstdünger  / Winterdünger für den Rasen
Die letzte Rasendüngung ist im Gegensatz zu dritten Rasendüngung wieder sehr emfpehlenswert. Guter Herbstdünger / Winterdünger für den Gartenrasen basiert auf Kalium, damit die Grashalme für den Winter gestärt werden. Auf stickstoffbasierten Dünger sollte dahingegen unbedingt verzichtet werden, denn das Wachstum führt zu einer Schwächung des Rasen und kann damit Rasenschäden verursachen.

Wie man am besten den Dünger aufbringt und weche Gartengeräte dafür ideal sind, haben wir auch in einem älteren Artikel bereits erläutert.

Viele Grüße,
Alexander Kipp
Vom Kerkhoff-Grün Team

Der Rasenkalender – Wann sind welche Rasenpflege-Arbeiten zu erledigen – ein Überblick über das Jahr

Liebe Gartenfreunde und Rasenprofis,

wann benötigt der Rasen im Garten welche Pflege? Hier gibt es einen Überblick, welche Pflegemaßnahmen für den Rollrasen und auch normalen Rasen im heimischen Garten ratsam sind. Damit bekommen Sie einen kleinen Überblick, welche Pflegemaßnahmen wann zu tun sind, wann etwas mehr zu tun ist oder wann nur wenig Arbeit mit dem Gartenrasen anfällt.

Januar:
Der eigentliche Rasen benötigt keine Pflege – die Zeit kann für die Pflege der Gartengeräte (wie Rasenmäher etc.) genutzt werden. Bei Frost und Schnee sollte auch im Januar die Rasenfläche weiterhin nicht betreten werden.

Februar:
Abhängig vom Wetter kann bei langen Warmperioden und hohem Rasen zum ersten Mal gemäht werden. Auch die Überreste des Winters können vom Rasen entfernt werden.

März:
Hier werden die Grundlagen für das Jahr gelegt: Die erste Rasendüngung sollte gemacht werden (der im Herbst aufgebrachte Langzeitdünger ist vom Rasen jetzt vollständig verbraucht), damit der Rasen wieder im saftigen Grün stehen kann. Evtl. Problemstellen können nachgesäht werden. Auch Teilbereiche können jetzt mit Rollrasen ersetzt werden.

April:
Im April und Mai steht der Rasen bereits in vollem Wachstum. Der im März aufgebrachte Rasen-Dünger kommt jetzt voll zur Wirkung, daher ist regelmäßiges Rasen-Mähen sinnvoll und notwendig.

Mai:
Im Mai kommt zeigt sich typischerweise das gesamte Moos, daher ist jetzt ein guter Zeitpunkt zum Vertikutieren und / oder Aerifizieren und weitere Maßnahmem zur Rasenpflege. Wenn mit dem Vertikutieren zuviel Rasen mit entfernt wurde, kann auch jetzt noch nachgesäht werden. Das regelmäßige Mähen geht weiter.

Juni:
Eine zweite Rasen-Düngung kann im Juni / vorgenommen werden (hier auch eher ein kaliumbetonter Dünger um dem Rasen widerstandsfähig gegen die Sommerhitze zu machen). Gleichzeitig wird jetzt das Wässern in Abhängigkeit vom Wetter notwendig. Das Mähen geht auch im Juni weiter.

Juli:
In der warmen / heißen Jahreszeit ist neben dem Rasenmähen das Bewässern besonders wichtig. Wenn dies bspw. über eine Rasensprenger erfolgt, sollte darauf geachtet werden, dass alle Bereiche des Rasens gleichmäßig beregnet werden.

August:
Gleiche Maßnahmen wie im Juli, d.h. Wässerung und Mähen des Rasens. Bei sehr stark genutztem Rasen kann hier ein dritte Düngung vorgenommen werden.

September:
Jetzt wird typischerweise die Herbstdüngung mit speziellem Langzeitdünger vorgenommen (kann auch im Oktober erfolgen), die den Rasen optimal auf die kalte Jahreszeit vorbereitet. Die kaliumbetonten Herbstdünger stärken das Gras und regen das Wachstum nicht mehr besonders an, so dass der Rasen robust wird. Mährhytmus kann in der Regel an das verringerte Wachstum des Rasens angepasst werden.

Oktober:
Hier sollte, wenn nicht bereits im September erfolgt, die Herbstdüngung stattfinden.

November:
Letzter Schnitt des Rasens vor dem Winter (sollte vor dem Frost erfolgen). Schnittlänge 4mm und das Schnittgut sollte nicht auf der Rasenfläche verbleiben. Ebenso sollte das Laub von Bäumen und Sträuchern von der Rasenfläche entfernt werden.

Dezember:
Ein Betreten der Rasenfläche vermeiden, da bei Frost die Grashalme nicht mehr elastisch sind und daher beim Betreten abbrechen und der Rasen stark geschädigt wird. Auch mit Schnee bedeckte Rasenflächen sollten nicht betreten werden, da auch die Halme abbrechen können und die Schneedecke sehr stark verdichtet wird und damit kein Sauerstoff mehr den Rasen erreichen kann.

Viele Grüße,
Alexander Kipp
Vom Kerkhoff-Grün Team

Igel im Garten – nette Bewohner und mit ein paar Kleinigkeiten fühlen sich Igel richtig wohl

Liebe Gartenfreunde und Rasenprofis,

heute dreht sich unser Thema nicht um Rollrasen, Fertigrasen oder Kunstrasen, sondern es geht um einen gern gesehenen Besucher im Garten: Den Igel. Diese kleinen Kerle sehen nicht nur puztig aus, sondern können auch Schädlinge etc. vom Garten und damit auch vom Rasen fernhalten. Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man einem Igel ein richtig schönes Zuhause im eigenen Garten bieten:
Naturnahe Gärten sind das optimale Umfeld, also bspw. Gartenhecken oder auch Flächen mit Wildpflanzen, Ziergehölzen etc. bieten dem Igel viel Nahrung. Wichtig dabei ist, dass der Igel hier und da auch gut einen Unterschlupf findet. Der perfekte Englische Garten ist hier nicht die beste Lösung, sondern hier und da ein kleiner Laubhaufen und Pflanzen, die auch bis um Boden wachsen, bieten immer gute Räume für den Igel. Natürlich sollte man dann Laubbläser, Motorsensen und auch Haken dort nur sehr vorsichtig einsetzen!

Gemütlichen Wohnraum kann man dem Igel im Garten auch ganz leicht bieten, indem man bspw. einen umgedrehten Kübel mit einem Loch als Eingangstür versieht und diesen Kübel mit etwas Laub oder Reisig in das natürliche Umfeld schön integriert. In einer etwas unauffälligen Ecke im Garten stören diese „Igelhäuser“ auch das Bild im Garten nicht.

Um gut über den Winter zu kommen, freut sich der Igel auch über ein Futterstelle, so dass er mit genug Winterspeck in den Winterschlaf gehen kann.

Wie Sie sehen, können Sie schon mit wenigen Handgriffen, die Garten zum Igelparadies umfunktionieren. Einen schönen Rasen als zentrale Fläche vorzuhalten, ist dabei weiterhin möglich. Auch regelmäßige Rasenpflege ist unproblematisch, solange man dem Igel einige Möglichkeiten zum Unterschlupf im Garten bietet. Alle Gartenfreunde und gerade die Kinder freuen sich über den Anblick von diesem kleinen Kerl immer ganz besonders!

Viele Grüße,
Alexander Kipp
Vom Kerkhoff-Grün Team

Der erste Frost – was bedeutet das für den Rollrasen im Garten?

Liebe Gartenfreunde,

der Winter kommt mit Riesenschritten. Nicht nur in der höhergelegenen Regionen gab es den ersten Bodenfrost, auch in den meisten tiefer liegenden Gebieten in Deutschland kam es schon zu Temperaturen unter 0° Celsius. Was bedeutet das für den Rasen im Garten? Sind schon alle Wintervorbereitungen getroffen? Das wollen wir heute kurz erläutern.

In einem anderen Artikel hatten wir schon einmal darauf hingewiesen, ob es Besonderheiten bei der Rasenpflege im Herbst gibt und wenn ja, welche Maßnahmen ratsam und sinnvoll sind, um den Rollrasen auf den Winter vorzubereiten. Auch wenn noch nicht alle diese Maßnahmen für die gute Rasenpflege umgesetzt wurden, vielleicht auch weil der Kälteeinbruch etwas unvermutet kam, muss man sich keine Sorgen machen. Denn in der Regel bedeutet der erste Bodenfrost nicht, dass die Temperaturen konstant so kalt bleiben. Daher sollte man jetzt die wärmeren Phasen nutzen, um den Rasen im Garten noch einmal so richtig winterfit zu machen.
Zu den empfohlenen Maßnahmen für eine perfekte Rasenpflege gehören das letzte Rasen-Mähen dieses Jahres, damit der Rasen ungefähr mit einer Halmlänge von 4-5cm in den Winterschlaf geschickt wird. Gleichzeitig sollte das Laub vom Rasen entfernt werden. Gerade wenn viel Laub auf dem Rasen liegt und Schnee auf das Laub fällt, kann ein Fäulnisprozess einsetzen, der dem Rasen schaden kann. Davon ist nicht nur frisch gesähter Rasen betroffen, sondern auch Rollrasen oder Fertigrasen leiden darunter.

Eine Rasen-Düngung vor dem Schnee ist jetzt nicht mehr empfehlenswert, denn damit könnte auch etwas Wachstum angeregt werden. Da der Rasen aber alle Kraft für die Kälteresistenz aufbringen sollte und die Nährstoffe und Wasser auch nicht mehr in so großem Umfang zur Verfügung stehen, ist eine derart späte Düngung nicht optimal. Im Frühjahr kann man diese Rasen-Düngung noch gut nachholen, so dass der Rasen auch im nächsten Jahr wieder im prächtigen Grün steht.

Alle anderen Pflegemaßnahmen, wie auch das Vertikutieren, Aerifizieren (Belüften) des Rasens etc. sind zu einem so späten Zeitpunkt ebenfalls nicht empfehlenswert, denn der Eingriff in das Ökosystem ist zu groß und der Rasen könnte die verlorengegangen Pflanzenteile nicht wieder ersetzen.

Wenn Sie noch Fragen zur richtigen Rasenpflege, auch von Rollrasen, Fertigrasen oder Kunstrasen haben, können Sie sich natürlich immer an uns wenden.

Viele Grüße,
Alexander Kipp
Vom Team Kerkhoff Grün