Tipps Teil I: Vor dem Säen – Eigenschaften eines guten Gartenbodens

Ein guter Boden ist die beste Voraussetzung für einen schönen Rasen, der lange Freude bereitet. In den folgenden Artikeln werden nach und nach die verschiedenen Bodenarten vorgestellt, wie auch Tipps und Tricks für zur Verbesserung der Bodeneigenschaften gegeben, damit der Rasen dort gut gedeihen kann und ebenso lange den Besitzer und Gartenfreund erfreut. Dabei gelten die Vorraussetzungen nicht nur für frisch gesäten Rasen, sondern ebenso für Rollrasen und Fertigrasen.

Auch wenn nur wenige Gärten von Natur aus mit dem perfekten Boden ausgestattet sind, so lassen sich doch schon mit wenigen einfachen und zugleich günstigen Maßnahmen sehr gute Ergebnisse erreichen, so dass auch scheinbar schwierige oder ungeeignete Umgebungen zu einer guten Grundlage für einen schönen Rasen werden. Mit Sand, Kompost und anderen Substanzen erreicht man oftmals schon gute Resultate.

Welche Eigenschaften hat ein guter Gartenboden?
Wie so häufig im Leben – die richtige Mischung machts und genau das gilt auch für einen guten Boden. Der ideale Gartenboden ist von krümeliger, nährstoffreicher Struktur und kann bei guter Belüftung trotzdem ausreichen Wasser speichern. Diese Eigenschaften werden durch ein Zusammenspiel der Bodenbestandteile Sand, Lehm, Ton & Humus erreicht. Fehlen Bestandteile im Boden, können diese aber durch das manuelle Einbringen derselben angereichert werden und der Boden wird qualitativ besser.
Um einen detaillierten Überblick incl. Düngeempfehlung zu bekommen, wird eine umfassende Bodenanalyse bei der Landwirtschaftskammer (Lufa NRW) empfohlen. Dort kann eine Bodenprobe eingeschickt werden und als Ergebnis wird eine umfangreiche Auswertung bzgl. pH-Wert und Nährstoffvorkommen geliefert, die so kein anderer Test liefert. Für ca. 50€ kann hier eine hilfreiche und sinnvolle Analyse in Auftrag gegeben werden.
Unter http://www.landwirtschaftskammer.de/lufa/analysen/boden/haus-_und_kleingarten.htm  findet man alle notwendigen Informationen Formulare und weiteren Kontaktdaten.
Neben dieser umfangreichen Analyse kann aber ein erster Test bereits Hinweise auf die Bodenart geben und erste Maßnahmen können eingeleitet werden und so auf einfache Weise die Qualität des Bodens verbessert werden.

Zusammensetzung des Bodens
Das Vorkommen von Lehm, Humus und Sand ist auch für Laien durch einen einfachen Test erkennbar:
Leichter, sandiger Boden 

  • hat der oftmals einen hohen Sandanteil
  • lässt sich nicht formen und rieselt durch die Finger in der Hand.
  • In der Regel keine Probleme mit Staunässe
  • gut belüftet
  • oft eher nährstoffarm und nur eine geringe Speicherfähigkeit an Wasser, daher kann eine vermehrte Düngung und vermehrtes Wässern notwendig sein

Normaler Boden

  • Mischung aus Sand, Lehm, Humus
  • Formbar, aber nicht zu stark verdichtet
  • Große Anzahl an Mikroorganismen
  • Gute Speicherfähigkeit von Nährstoffen und Wasser
  • Sehr gut für die meisten Pflanzenarten geeignet

Schwerer Lehm- oder Tonboden

  • Sehr hoher Anteil von Ton oder Lehm
  • Große Verdichtbarkeit
  • Gute Speicherfähigkeit von Nährstoffen und Wasser
  • Gefahr von Staunässe aufgrund der Verdichtung; Mechanische Auflockerung und Untermischen von Kompost, Rindermulch, Humus etc. notwendig

Bodenstruktur & -beschaffenheit ist Basis für Gedeihen von Rollrasen
Mit der richtigen Bodenbeschaffenheit gedeihen nicht nur die Pflanzen im Garten besser, sondern auch der Rasen, ob Rollrasenbzw. Fertigrasen oder auch gesäter Rasen, gedeiht besser und ist wesentlich resisenter gegenüber Witterungseinflüssen oder Nutzungsbeanspruchung, bspw. durch Kinderspiel oder sportliche Aktivitäten. Ebenso wird die Optik stark von der richtigen Bodenzusammensetzung und den darin enthaltenen Nährstoffen bestimmt. So kann bspw. ein Auftreten von Erkrankungen auch ein Zeichen für falsche Bodenzusammensetzung sein oder auf gewissen Nährstoffmangel hinweisen. Darauf wird auch in späteren Teilen noch detailliert eingegangen.

Viele Grüße,

Alexander Kipp
Vom Kerkhoff-Grün Team

 

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