Für die Rasen-Nostalgiker: Ein Rasensprenger-Test von 1966 der Stiftung Warentest

Liebe Gartenfreunde und Rasenliebhaber,

heute haben wir eher etwas für Nostalgiker unter uns – einen historischen Test von Rasensprengern. Die richtige Rasen-Bewässerung war schon immer ein zentraler Punkt in der richtigen Rasenpflege. Gerade wenn Rollrasen verlegt wird, ist die eine gründliche Wässerung sehr sehr wichtig und eine der häufigsten Ursachen, warum es zu Problemen mit Rollrasen kommen kann. Empfehlenswert ist es daher, Rollrasen direkt nach der Verlegung mit 15-20 Litern / qm zu bewässern, so dass der Rollrasen bis zu einer Tiefe von mind. 15cm mit Wasser durchfeuchtet wird.

Neben der Erstbewässerung ist gerade bei trockenem Wetter die kontinuierliche Wassergabe für ein gutes Anwachsen des Rollrasens ein Punkt, der bei vielen Käufern von Rollrasen falsch gemacht wird – 95% der Käufer von Rollrasen bewässern in der ersten Zeit zu wenig.

Was heutzutage teilweise sogar schon vollautomatisch zu bestimmten Zeiten von Rasensprengern übernommen wird, wurde auch schon vor knapp 50 Jahren nicht mehr alles von Hand gemacht. Auch 1966 gab es schon zahlreiche Rasensprenger von vielen unterschiedlichen Firmen in Deutschland zu kaufen. Schon damals hat die Stiftung Warentest Produkte geprüft und hat jetzt einen alten Test von 25 Rasensprengern hervorgeholt und die Nostalgiker und interessierten Rasenfreunde werden viel Freude beim Lesen haben. Hier findet man den alten Test von Rasensprengern: Stiftung Warentest Rasensprenger-Test.

Genau wie damals sind Rasensprenger auch heute noch eine gute Möglichkeit, die richtige Wassermenge auf dem normalen Rasen oder auch dem Rollrasen zu verteilen. Wie damals geben auc heute typischerweise die Durchflussmenge in Litern / Stunde an, so dass man leicht berechnen kann, wie lange man den Rasensprenger laufen lassen muss, um bspw. Rollrasen richtig zu wässern. Geht man von einer Fläche von 100qm Rollrasen aus, die man beregnet und hat der Rasensprenger eine Leistung von 700 l /h, so muss man den Rasensprenger 2,5h laufen lassen, um den Rollrasen ausreichend zu beregnen.

Viele Grüße,

Alexander Kipp
Vom Team Kerkhoff Grün

Tipps Teil XIV: Rasenpflege – Den Rasen richtig wässern

Als letzten Punkt im Kapitel Rasenpflege fehlt nach der Nährstoffversorgung und dem richtigen Mähen bzw. den entsprechenden Alternativen noch die korrekte Wässerung, um ein schönes Ergebnis zu erhalten und lange Freude am Rasen zu haben.

Wann muss gewässert werden?

Gerade im Sommer, wenn tagelange, intensive Sonneneinstrahlung bei gleichzeitig ausbleibendem Niederschlag herrscht, kann die Rasenfläche unter der Trockenheit leiden und im Extremfall sogar Schäden davontragen. Regelmäßiges, korrektes und präventives Wässern ist an dieser Stelle sinnvoll, um diesem vorzubeugen. Wenn die Grasflächen bereits vertrocknet sind, kommt man häufig zu spät und die Schäden sind irreparabel. Daher ist hier Vorbeugung die bessere Alternative

Die richtige Technik und Frequenz

Das Wässern selbst ist nicht sehr kompliziert. Der optimale Zeitpunkt ist im Sommer nach dem Sonnuntergang. Mit welchen Hilfsmitteln dabei gewässert wird, ist den persönlichen Präferenzen überlassen. Im Handel erhältliche Rasensprenger sind dabei in der Regel nicht sehr teuer, leisten aber zuverlässig einen guten Dienst. Aber auch der normale Gartenschlauch oder bei kleineren Flächen eine Gießkanne erbringen hier einen guten Dienst. Wichtig bei der Bewässerung ist, dass die Feuchtigkeit mind. eine Tiefe von 10cm erreicht, damit nicht nur die oberflächlichen Wurzeln erreicht werden, sondern alle Graswurzeln versorgt werden.

Daher ist es auch sinnvoller, lieber drei Mal in der Woche sehr intensiv zu wässern, als jeden Tag nur kurz. Von intensiver Wässerung spricht man bei einer Wassermenge von 12-15 Litern pro Quadratmeter Rasenfläche. Im Handel erhältliche Rasensprenger haben in der Regel eine Wasserleistung pro h, so dass man hier bei der Berücksichtigung der beregneten Rasenfläche ungefähr die minimale Bewässerungszeit abschätzen kann. Bei einer kurzzeitigen Wässerung verdunstet viel Wasser an der Oberfläche und kann nur wenig in den Boden eindringen. Ob die gewünschte Tiefe erreicht wurde, kann man leicht mit einem Spaten testen.

Insbesondere nach einer Düngung muss gewässert werden, damit der Nährstoff gut in die Grasnarbe eindringen kann und der Rollrasen die Nährstoffe gut aufnehmen und verarbeiten kann.

Allerdings ist auch eine übermäßige Wässerung zu vermeiden, weil dadurch Krankheiten und Fäulnis begünstigt werden. Gerade Staunässe und lange an der Oberfläche stehendes Wasser sind Anzeichen für zu viel Wässerung. Gegenmaßnahmen werden auch im Kapitel Bestandteile des Bodens behandelt.