Einen neuen Rasen anlegen – die wichtigsten Tipps im Überblick

Liebe Gartenfreunde und Hobbygärtner,

das Frühjahr ist nicht nur der richtige Zeitpunkt, bestehende Rasenflächen wieder auf Vordermann zu bringen und mit der passenden Rasenpflege dem Rasen einen optimalen Start in die neue Wachstumssaison zu ermöglichen, sondern auch komplett neue Rasenflächen sollte man im Laufe der nächsten Wochen vorbereiten und anlegen. Worauf sollte man beim Anlegen neuer Rasenflächen achten? Wir geben die Antworten.

Auch wenn Rollrasen für viele immer mehr zur willkommenen Alternative zum klassischen, gesäten Rasen geworden ist, immer noch greifen viele bei der Neuanlage von Rasenflächen zum guten, alten Saatgut, nicht zuletzt aus preislichen Beweggründen. Besonders wichtig ist der Untergrund, denn Rasen kann nur auf einen guten Untergrund richtig wachsen und zu einer durchgehenden Grassode werden. Eine 15-20cm dicke, nährstoffreiche Humusschicht ist ideal und gerade Häuslebauer sollten direkt darauf achten, dass im Garten ausreichen guter Mutterboden vorhanden ist oder im Zweifel direkt beim Neubau noch den ein oder anderen LKW ordern, so lange die Zufahrt zum Garten noch möglich ist. Wenn der Boden nicht ausreichend Nährstoffe vorhält, kann man vor dem Aussäen des Rasens auch gut noch einmal Dünger aufbringen und so für ideale Wachstumsvoraussetzungen sorgen

Für die ebene Fläche kann man gut eine Rasenwalze nutzen

Für die ebene Fläche kann man gut eine Rasenwalze nutzen

Zudem sollte der Boden möglichst frei von (größeren) Steinen, Ästen, Wurzeln etc sein, denn nur so kann man eine plane, ebene Fläche schaffen, auf der nachher der Rasen wachsen soll. Die groben Vorarbeiten für die ebene Fläche kann man hier mit einer normalen Schaufel erledigen, das Feinplanum erreicht man bspw. durch den Einsatz einer Gartenwalze (auch Rasenwalze genannt).

Für eine gleichmäßige Verteilung des Saatgutes sind Streuwagen empfehlenswert, die schon für wenig Geld in jedem Baumarkt erhältlich sind. Die Verteilung per Hand sorgt selbst bei Profis noch für Probleme, so dass man das Geld auf jeden Fall investieren sollte. Um das Saatgut etwas anzudrücken (so dass bspw. der Wind nicht einfach die Rasensamen wegwehen kann) kommt wieder eine Rasenwalze zum Einsatz. Je nach Rasenfläche gibt es große und kleine Rasenwalzen, die man entweder günstig im Baumarkt mieten kann, oder sich ein eigenes Exemplar zulegt. Auch der Selbstbau einer Rasenwalze ist für dem versierten Heimwerker ohne großen Aufwand möglich.

Nach der Aussaat ist die Wässerung das wichtigste Thema und vor allen Dingen die richtige Dosierung. Der Boden sollte feucht gehalten werden, aber gleichzeitig sind Staunässe, Überschwemmungen oder auch nur einzelne Pfützen zu vermeiden. Neben dem Gartenschlauch sorgt ein Rasensprenger für eine gleichmäßige Beregnung, die dem natürlichen Niederschlag sehr nahe kommt.

Mit diesen Maßnahmen sollten schon nach kurzer Zeit die ersten Grashalme sprießen und einer schönen, dichten Rasenfläche steht nichts mehr im Wege.

Viele Grüße,
Alexander Kipp
Vom Team Kerkhoff Grün